Tabulatur

Ich erkläre in dieser Theorie-Lektion wie man Tabulatur-Noten liesst.

Grundsätzlich haben Tabulaturen (kurz Tabs genannt) nichts mit der klassischen Notation zu tun. Tabs wurden als Notationsschreibweise ausschliesslich für Saiten-Instrumente entwickelt und stellen im Prinzip ein schlichtes Koordinatensystem dar.

Die sechs waagerechten Linien stellen die sechs Saiten einer Gitarre dar. Und zwar ist die höchste (dünnste) Saite die oberste Linie und die tiefste (dickste) Saite die unterste Linie - die anderen vier Saiten sind entsprechend dazwischen. Diese Darstellung entspricht der Situation an der Gitarre, wenn man von schräg oben auf die Saiten schaut, wie man es während des Spielens häufig tut.

Die Zahlen auf den Linien entsprechen nun den Bünden, die man auf der entsprechenden Saite zu drücken hat. Eine Eins auf der zweitobersten Linie heisst also, dass man im ersten Bund der H-Saite drücken und mit der Schlaghand anspielen muss. Wenn die leere Saite gespielt werden soll, schreibt man eine Null.

Und das ist es im Prinzip auch schon. Ein sehr einfache, aber äusserst effektive Weise Gitarrenmusik zu notieren.

Folgendes gilt es zu beachten:

Die Tabulatur kennt keine Notenwerte. Das heisst, es ist aus den Tabs alleine nicht ersichtlich wie lang oder kurz ein Ton zu klingen hat.

Ohne zusätzliche Angaben ist offen mit welchem Finger die Note gedrückt werden soll.

Mittels diverser zusätzlicher Zeichen und Symbole werden spezielle Spielweisen dargestellt. Die wichtigsten sind:

  • H mit Bogen für ein Hammering
  • P mit Bogen für ein Pulling
  • Pfeil nach oben mit einer 1 steht für ein Ganzton-Bending
  • Pfeil nach oben mit einem ½ steht für ein Halbton-Bending

Dazu kommen die üblichen Auf- und Abschlag-Symbole.

(leer)

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